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 Eingebettet inmitten einer liebevoll gepflegten Parkanlage, erscheint das Schloß dem Besucher am Ende einer mit hohen Kastanien gesäumten Allee.
Der einzige, heute der Öffentlichkeit zugängliche Teil, befindet sich in einem Flügel des dritten Stockwerks im alten Schloß. Hier untergebracht ist das am 9. November 1969 eröffnete Fasnachtsmuseum. Auf rund 1000
Quadratmeter Ausstellungsfläche präsentieren über 300 lebensgroße Narrenfiguren eindrucksvoll das alemannische Fasnachtsgeschehen.
Eine 62stufige Wendeltreppe führt hinauf ins Museum. Schon auf den letzten Stufen grüßt eine erste närrische Gruppe und weist den Weg zum "steinernen Gang", dem ersten von weiteren elf Schauräumen. Hohe Schautafeln auf der rechten und eine lange, von dem Radolfzeller Oberstudienrat Lothar Rohrer gemalte Wandtafel auf der linken Seite säumen den Weg. Am Ende des Ganges erinnert ein bunt leuchtendes Fensterbild an eine Tragödie vor über 400 Jahren, bei der einige Narren nach dem Überbringen des "Fasnetsküchle" auf dem See zwischen Bodman und Sipplingen in Seenot gerieten und den Tod fanden. Der Rundgang überrascht mit abwechslungsreich gestalteten Räumen. Mal überwiegen die üppig ausgestatteten und echt wirkenden Figurengruppen, dann wieder zeigen Vitrinenkästen Fasnachtselemente aus vergangenen Zeiten.
Sehenswert auch das "Heiner-Wollheim-Zimmer" am Ende des "hölzernen Ganges": Hierin befindet sich eine Sammlung von rund 300 Zizenhauser Terrakotten. Diese bis zu 20 cm hohen Figuren zeigen neben religiösen Motiven auch Nachbildungen berühmter Persönlichkeiten sowie Szenen des alltäglichen Lebens. Höhepunkt stellen sicherlich die 42 Figurengruppen des "Basler Totentanzes" im Zentrum des Raumes dar. Das Museum gibt einen tiefen Einblick in vergangenes und aktuelles Fasnachtsgeschehen. Die Unterschiedlichkeit der gezeigten Elemente läßt auch den an Fasnacht weniger interessierten Besucher die "fünfte Jahreszeit" als ein gewachsenes, lebendiges Brauchtum erkennen.
Das einsame Versteck Am Ende des ersten Weltkrieges, nach Ausbruch der Revolution in Karlsruhe, bot das Schloß Langenstein noch einmal den äußeren Rahmen für eine bedeutende politische Wendung.
Der Großherzog von Baden, Friedrich II., mußte aufgrund der für ihn und seine Familie immer dramatischer werdenden politischen Situation aus Karlsruhe fliehen. In Langenstein fand er, begleitet von seiner Gemahlin Hilda, seiner Mutter Luise, seiner Schwester Viktoria und 24 Gefolgsleuten, am 18. November 1918 Unterschlupf. Jedoch konnte auch dieses einsame Versteck ihn nicht vor dem Willen des Volkes schützen. Am 22. November 1918 unterzeichnete Friedrich II. den Verzicht auf den Thron. Dieses Datum beendete gleichzeitig die seit dem
12. Jahrhundert währende Zähringerherrschaft in Baden.
Ein halbes Jahr blieb der Großherzog in Langenstein bis er im Mai des folgenden Jahres in das ihm gehörende Schloß auf der Insel Mainau umzog.
| Öffnungszeiten
Fasnachtsmuseum |
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1. Mai bis 31. Oktober:
Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr,
an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr.
1. November bis 30. April: Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr.
Für Gesellschaften nach Vereinbarung.
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| Eintrittspreise |
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Jugendliche (6 bis 16) 2,- DM
Erwachsene 5,- DM
Familienkarte
(Eltern und Kinder bis 16 Jahren) 11,- DM
Gruppen ab 10 Personen, Rentner,
Schwerbehinderte 4,- DM.
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| Parken |
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Am Schloß sind ausreichend kostenlose Parkplätze für PKW und Busse vorhanden.
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| Auskunft |
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Museum:
Telefon 07774/7788.
Gräflich Douglas'sche Verwaltung:
Telefon 07774/50614. |
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